glauben – Patterndesign -Landestheater Schwaben

Vector Illlustration / Patterndesign /  – Landestheater Schwaben – © 2016 Melodesign.

glauben

Dokumentarisches Theater-Tanz-Projekt von satellit produktion

Uraufführung

Inszenierung: Ana Zirner

Choreografie: David Russo

Dramaturgie: Martina Missel

Im Jahr 2017 wird in zahlreichen Ausstellungen, Feierstunden und Bildbänden der Reformation gedacht werden. Die euro-

päische Auseinandersetzung über die „richtige“ Praxis des christlichen Glaubens ist 500 Jahre zurückliegende Geschichte. Oder gerade nicht? Für das Landestheater Schwaben wird das Künstlerkollektiv satellit produktion einen zugleich politischen und persönlichen Theaterabend über den so heftig im Feuer stehenden Glauben entwickeln.

Der Glaube hat zur Zeit einen schlechten Ruf: Fanatiker missbrauchen ihn für Eroberungsfeldzüge oder Amokläufe, Kriege werden in seinem Namen geführt. Gesellschaften grenzen mit seiner Hilfe aus, Glaubenszugehörigkeit wird zum Stempel für Individuen. Dabei glauben wir doch alle an etwas, ob das nun Gott, die Familie, hergebrachte Werte, Bayern München oder die Homöopathie ist. Und eigentlich ist er etwas Schönes, dieser Glaube, der Berge versetzt, Gemeinschaft stiftet oder zumindest dem Leben Hoffnung gibt. satellit produktion macht sich also auf die Suche nach persönlichen Glaubenserlebnissen und Glaubensbekenntnissen. Welche Rolle spielt Glauben im Leben von Menschen in Schwaben jetzt? Welche hoffnungsvollen Geschichten können vom Glauben erzählt werden? Und können Sie erklären, warum die positive Kraft des Glaubens so leicht in etwas Zerstörerisches umschlägt?

Das Theaterkollektiv satellit produktion entwickelt performative Theaterabende zu aktuellen politischen und sozialen Themen, so zuletzt in München „Hiatus“, ein Tanz-Theater über Bettler und Passanten, und das viel beachtete, zu zahlreichen internationalen Festivals eingeladene „Brothers in Arms“ über junge israelische und iranische Soldaten. Alle Texte in den Projekten von satellit produktion basieren auf dokumentarischer Recherche. Häufig werden in den Textfassungen wortgetreue Transkripte von Gesprächen verwendet, die im Rahmen des Projekts geführt wurden. Die Texte werden anhand einer somatischen Choreografie für die Bühne übersetzt.

Premiere am 03. Juni 2017

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